Lehre im Sommersemester 2010
Vorlesungen
| Dozenten des Seminars | Revolutionen | Montag 16:45 – 18:15 Uhr |
BI 97.1 Beginn: 12/04/10 |
Grundlegende Umwälzungen erfolgen in allen Bereichen menschlicher Kultur. Dieser Vortragszyklus widmet sich den vielfachen Facetten des Begriffs Revolution in Wissenschaft (T.S. Kuhn), Politik und Gesellschaft, Technik sowie im Geistesleben allgemein: Weisen Revolutionen aus unterschiedlichen Bereichen ähnliche Merkmale auf? Was genau wird »umgewälzt"? Lassen sich Periodizitäten finden? Wie wird das Verhältnis von Revolution und Evolution gedacht?
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Vorläufiges Programm für das Sommersemester 2010 |
| Lütge | Sozialphilosophie | Montag 11:30 – 13:00 Uhr |
BI 84.1 Beginn: 12/04/10 |
Sozialphilosophie ist die Philosophie des Sozialen, somit der Gesellschaft, und gleichzeitig auch die Philosophie der Sozialwissenschaften. Diese Vorlesung beleuchtet einerseits methodologische Fragen der Sozialwissenschaften, und andererseits grundsätzliche soziale Problemstellungen wie: Was hält Gesellschaften zusammen – und zwar insbesondere moderne Gesellschaften im Gegensatz zu vormodernen?
- Detlef Horster: Sozialphilosophie, Leipzig 2005 (einführend).
- Christoph Lütge: Was hält eine Gesellschaft zusammen? Tübingen 2007.
| Scheier | Die Logik (in) der Geschichte. Von Heraklit zu Foucault II | Donnerstag 16:45 – 18:15 Uhr |
SN 19.4 |
Das kulturelle Gedächtnis Europas bringt sich zunächst als Mythos zur Sprache, seit der Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends als reflektierte Geschichtsschreibung, seit dem Beginn der industriellen Moderne als positive Geschichtswissenschaft. In diesen Kontext gehören auch Philosophie- und Logikgeschichte. Aber der Gegenstand der Logik hat selber eine Geschichte, deren Ausfaltung die Philosophie ist, die sich jeweils neu der Bedingungen ihrer Möglichkeit vergewissert. Ob und wie diese Bedingungen zugleich die Bedingungen des kulturellen Gedächtnisses sind und aus welcher Quelle Klio schöpft, wenn sie dichtet, gibt zum Nachdenken Anlass.
| Taureck | Fragen und Antworten der Philosophen von der Antike bis heute | Mittwoch 15:00 – 16:45 Uhr |
BI 85.3 |
Über eigentlich alle Philosophen kursieren Ansichten, welche die Philosophen selbst kaum wiedererkannt und verstanden hätten. So wird zum Beispiel Platon eine »Ideenlehre« zugesprochen, die es nicht gibt. Oder man verbindet Hegel mit einem Dreischritt von These, Antithese und Synthese, der sich bei ihm nicht findet.
Die Vorlesung versucht einige solcher Vorurteile abzubauen. An ihre Stelle sollen Fragen treten, auf welche verschiedene Denker von der Antike bis heute nach Antworten gesucht haben. Diese Fragen können, passend gestellt, Antworten zu zentralen Themen der gesamten europäischen Philosophie eröffnen. Es soll versucht werden, diese Art des Zugangs in einigen Fällen exemplarisch zu erschließen.
Die Vorlesung versucht einige solcher Vorurteile abzubauen. An ihre Stelle sollen Fragen treten, auf welche verschiedene Denker von der Antike bis heute nach Antworten gesucht haben. Diese Fragen können, passend gestellt, Antworten zu zentralen Themen der gesamten europäischen Philosophie eröffnen. Es soll versucht werden, diese Art des Zugangs in einigen Fällen exemplarisch zu erschließen.
- Die Vorlesung basiert in vieler Hinsicht auf: Taureck (2009) Die Antworten der Philosophen. Ein Lexikon. Fink: München
Speziellere Literatur wird während der VL genannt werden
Seminare und Tutorien
(für Basis- und Aufbaumodule & Professionalisierung)
| Buschlinger | Baruch de Spinoza | Dienstag 09:45 – 11:15 Uhr |
BI 85.6 Beginn: 13/04/10 |
Spinoza ist ein seltsamer, weil eigenwilliger Denker. So organisiert er seine Schriften ›more geometrico‹ und ist doch kein Pythagoreer oder Platoniker. Ebenso schätzt er Descartes sehr, und doch überschreitet er den Descartes'schen Substanzdualismus hin zu einem Monismus (der sich freilich ›subdualistisch‹ gestaltet). Und schließlich überschreitet er eine reine rationalistisch eingefärbte Erkenntnistheorie hin zu einer Aneignung des ›wahrhaft Guten‹ – und wird damit zwangsweise zum Ethiker, Religions- und Staatsphilosophen.
Gegenstand des Seminars ist das Gesamtwerk. Teilnehmende sollten einer verstärkten Lektüre der Schriften Spinozas gegenüber nicht abgeneigt sein.
Gegenstand des Seminars ist das Gesamtwerk. Teilnehmende sollten einer verstärkten Lektüre der Schriften Spinozas gegenüber nicht abgeneigt sein.
- (primär) Baruch de Spinoza. Werke in drei Bänden. Hamburg: Meiner, 2006.
- (sekundär): Röd, Wolfgang: Benedictus de Spinoza: Eine Einführung in sein Denken aus dem Geist der Geometrie. Ditzingen: Reclam, 2002, 10 Euro
| Buschlinger / Sukopp | Musica é | Montag 11:30 – 13:00 Uhr |
BI 85.2 Beginn: 12/04/10 |
Richard Wagner meinte, Musik sei die Sprache der Leidenschaft. Thomas Carlyle meinte, sie sei die Sprache der Engel, und Leo Tolstoi hielt sie für die Stenographie des Gefühls. (Ganz zu schweigen von Friedrich Nietzsche, der – obwohl Gott doch eigentlich tot war – nur an einen Gott glauben würde, der zu tanzen verstünde.)
Das Seminar geht den Fragen nach, was Musik ist, welche Bedeutung Musik hat und wie sie diese Bedeutung erlangt. Naturalistische Betrachtungen erfolgen im Wechsel mit ästhetischen und die wiederum mit musiktheoretischen. Hinter der Bearbeitung dieser Fragen steckt der Wunsch, die Einsicht plausibel und durchsichtig zu machen, dass die Welt nur als musikalisches Phänomen gerechtfertigt werden kann.
Das Seminar geht den Fragen nach, was Musik ist, welche Bedeutung Musik hat und wie sie diese Bedeutung erlangt. Naturalistische Betrachtungen erfolgen im Wechsel mit ästhetischen und die wiederum mit musiktheoretischen. Hinter der Bearbeitung dieser Fragen steckt der Wunsch, die Einsicht plausibel und durchsichtig zu machen, dass die Welt nur als musikalisches Phänomen gerechtfertigt werden kann.
| Buschlinger | Ordnungen in natürlichen Systemen | Monatg 15:00 – 16:30 Uhr |
BI 80.1 |
Ob die Natur von sich aus Ordnungen zeigen muss (und wenn ja, welche), das ist die Frage des Seminars.
Dabei geht es zunächst um eine Übersicht, dann um eine Präzisierung des Ordnungsbegriffs und schließlich um das Schaffen von Ordnungen in entsprechenden Modellen. Neben einem theoretischen Teil wird das Seminar deshalb auch einen praktischen Teil enthalten. Programmierkenntnisse sind dafür hilfreich.
Dabei geht es zunächst um eine Übersicht, dann um eine Präzisierung des Ordnungsbegriffs und schließlich um das Schaffen von Ordnungen in entsprechenden Modellen. Neben einem theoretischen Teil wird das Seminar deshalb auch einen praktischen Teil enthalten. Programmierkenntnisse sind dafür hilfreich.
| Conradi | Bild und Bedeutung | Montag 09:45 – 11:15 Uhr |
BI 80.2 Beginn: 12/04/10 |
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte… Ob das wohl stimmt? Die einen unterstellen Bildern, insbesondere Fotografien, eine feste Semantik – seien sie doch unauflösbar verknüpft mit dem, was sie abbilden. Andere sagen, ähnlich wie Wittgenstein das (besonders) für die Sprache getan hat, dass der Gebrauch eines Bildes über seine Bedeutung bestimme. Damit wären vielfältige Verwendungen und Bedeutungen denkbar und ein Bild sagte – auch in einer anderen als der sprichwörtlichen Hinsicht – »mehr als 1000 Worte".
Ende der 70er hallt Susan Sontags Aufschrei aus »On Photography« über die Welt: Sie sieht in der Praxis der Fotografie und der Rezeption von Bildern den Ausgangspunkt von allgemeiner Erfahrungsverweigerung und einer weit reichenden Wirklichkeitstransformation. Roland Barthes hat da eine (ganz) andere Perspektive – Fotografien bieten die Möglichkeit, eine vollkommen individuelle Erfahrung zu machen, haben das Potential, zu bestechen, zu schmerzen und bieten sogar eine spezielle Möglichkeit zur Wesensschau.
Was macht die Faszination an der Fotografie aus? Inwiefern unterscheidet sich eine Fotografie von Bildern anderer Art? Bekommt eine Fotografie Bedeutung erst durch ihren Betrachter oder ist eine Bedeutung ihr immer schon inhärent?
Hauptinteresse der Veranstaltung sind Fotografien, genauer, ihre Theorie – wie man also über diese Art von Bildern und ihre Produktion denken kann und wie sich unterschiedliche Auffassungen in der Theorie verorten lassen. Nach einer Einführung in die Bildtheorie werden wir im Seminar den Schwerpunkt auf verschiedene Theorien der Fotografie legen.
Das Seminar ist der zweite obligatorische Kurs für diejenigen, die auch das Seminar Philo FM besuchen und dort eine Radiosendung gestalten möchten. Hier erarbeiten wir eine gemeinsame thematische Basis, die dann den inhaltlichen Ausgangspunkt für die Konzeption und Umsetzung der Sendung darstellt.
Studierende, die nicht am Radioprojekt teilnehmen möchten, können diesen Kurs auch unabhängig von der Projektarbeit besuchen. Die Entscheidung, ob Sie den Kurs einzeln oder im Projektzusammenhang besuchen möchten, müssen Sie jedoch zu Semesterbeginn treffen.
In beiden Fällen freue ich mich auf Ihre Anmeldung per Mail.
Den Seminarteilnehmern wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
Ende der 70er hallt Susan Sontags Aufschrei aus »On Photography« über die Welt: Sie sieht in der Praxis der Fotografie und der Rezeption von Bildern den Ausgangspunkt von allgemeiner Erfahrungsverweigerung und einer weit reichenden Wirklichkeitstransformation. Roland Barthes hat da eine (ganz) andere Perspektive – Fotografien bieten die Möglichkeit, eine vollkommen individuelle Erfahrung zu machen, haben das Potential, zu bestechen, zu schmerzen und bieten sogar eine spezielle Möglichkeit zur Wesensschau.
Was macht die Faszination an der Fotografie aus? Inwiefern unterscheidet sich eine Fotografie von Bildern anderer Art? Bekommt eine Fotografie Bedeutung erst durch ihren Betrachter oder ist eine Bedeutung ihr immer schon inhärent?
Hauptinteresse der Veranstaltung sind Fotografien, genauer, ihre Theorie – wie man also über diese Art von Bildern und ihre Produktion denken kann und wie sich unterschiedliche Auffassungen in der Theorie verorten lassen. Nach einer Einführung in die Bildtheorie werden wir im Seminar den Schwerpunkt auf verschiedene Theorien der Fotografie legen.
Das Seminar ist der zweite obligatorische Kurs für diejenigen, die auch das Seminar Philo FM besuchen und dort eine Radiosendung gestalten möchten. Hier erarbeiten wir eine gemeinsame thematische Basis, die dann den inhaltlichen Ausgangspunkt für die Konzeption und Umsetzung der Sendung darstellt.
Studierende, die nicht am Radioprojekt teilnehmen möchten, können diesen Kurs auch unabhängig von der Projektarbeit besuchen. Die Entscheidung, ob Sie den Kurs einzeln oder im Projektzusammenhang besuchen möchten, müssen Sie jedoch zu Semesterbeginn treffen.
In beiden Fällen freue ich mich auf Ihre Anmeldung per Mail.
Den Seminarteilnehmern wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
- AMELUNXEN, Hubertus (2000): Theorie der Fotografie. 1980 – 1995. München: Schirmer/Mosel.
- BARTHES, Roland (1989): Die helle Kammer: Bemerkungen zur Photographie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- BELTING, Hans (1990): Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst. München: Beck.
- BELTING, Hans (2001): Bild-Anthropologie. Entwürfe für eine Bildwissenschaft. München: Fink.
- BENJAMIN, Walter (1974): Kleine Geschichte der Photographie. In: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit: drei Studien zur Kunstsoziologie. Frankfurt: Suhrkamp.
- BÖHME, Gernot (1999): Theorie des Bildes. München: Fink.
- GEIMER, Peter (2009): Theorien der Fotografie zur Einführung. Hamburg: Junius. SCHOLZ, Oliver R. (1991): Bild, Darstellung, Zeichen: Philosophische Theorien bildhafter Darstellungen. Freiburg: Alber.
- HORAK, Vítezslav (2006a): Das Bild als Werkzeug. In: Perspektiven der Philosophie Vol.32, No.I, S. 81- 96.
- SONTAG, Susan (2006): Über Fotografie. Frankfurt am Main: Fischer.
- WOLF, Herta (Hg.) (2002): Paradigma Fotografie. Fotokritik am Ende des fotografischen Zeitalters. Frankfurt a. M.
| Conradi | Philo FM | Mittwoch 11:30 – 13:00 Uhr |
BI 85.6 |
»Video killed the radio star« sang im Januar 1980 auf dem Album »The Age of Plastic« die britische Electro-Pop-Band ›The Buggles‹. Neue(re) Produktions- und Verbreitungswege haben nicht nur dem ›radio star‹, sondern auch dem Radio als Verbreitungsmedium für Information, Unterhaltung, Kultur und Musik in den Augen so mancher Kritiker bereits einen festen Platz in der Geschichte zugewiesen. Dass das Radio trotz oder gerade wegen seiner ›traditionellen‹ Form auch 30 Jahre nach seinem Begräbnisgesang nicht tot ist, sondern nach wie vor interessante und vielfältige Möglichkeiten bietet, soll in diesem Seminar theoretisch und praktisch zum Ausdruck kommen und zwar in einem besonderen Projekt: Wir machen Philosophie hörbar. Denn auch die ist, das werden Sie sehen, ganz schön lebendig…
Die Basis für das Projekt ›Philo FM‹ ist Ihr philosophisches Interesse – in diesem Fall Ihr Interessenschwerpunkt im Rahmen der Themen, die wir gemeinsam im Seminar ›Bild und Bedeutung‹ erarbeiten. Das Ergebnis soll auch für Nicht-Philosophen verständlich sein. Ziel des Seminars ist die Konzeption von Radiosendungen oder Podcasts in kleinen Arbeitsgruppen.
Im Seminar geht es zunächst um das Kennenlernen verschiedener Radioformate, zudem soll analytisches Hören geübt werden. Dabei werfen wir auch einen Blick darauf, wie Philosophie in der aktuellen Medienlandschaft vermittelt wird.
Im zweiten Teil des Semesters wird das notwendige Handwerkszeug zum Schreiben und zur Produktion von Beiträgen erarbeitet. Dazu gehören unter anderem das Erlernen technischer Grundfertigkeiten (Aufnahmetechnik/Schnitt), Grundlagen der Interviewführung und ›Schreiben für das Hören‹ unter Berücksichtigung des gewählten Formats. Danach geht es dann ›richtig‹ los: Schreiben, Interviewführung, Aufnahme von Geräuschen und natürlich Schnitt für das eigene Projekt… Ziel ist es, ein produktionsfähiges Sendemanuskript zu erstellen.
Die Abschlussproduktion der Sendungen findet in einem Block am Ende des Semesters statt; Termine dafür werden individuell abgesprochen.
Für das Seminar werden 5 SWS veranschlagt, denn es umfasst die beiden Veranstaltungen ›Philo FM‹ und ›Bild und Bedeutung‹. Teilnahme an und Mitarbeit in beiden Seminaren ist Voraussetzung für die Durchführung des Projekts.
Teilnahmevoraussetzung:
Philosophische Neugier, Interesse an Philosophie und an ihrer Vermittlung. Freude am analytischen Hören, Spaß an Interviewführung und an der Produktion eigener Texte.
Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den gegebenen Räumlichkeiten und wird deshalb auf 12 TeilnehmerInnen begrenzt. Anmeldung bitte per Mail.
Das Seminar ist mit einem recht großen Arbeitsaufwand verbunden, aber davon sollten Sie sich nicht abschrecken lassen…
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
Die Basis für das Projekt ›Philo FM‹ ist Ihr philosophisches Interesse – in diesem Fall Ihr Interessenschwerpunkt im Rahmen der Themen, die wir gemeinsam im Seminar ›Bild und Bedeutung‹ erarbeiten. Das Ergebnis soll auch für Nicht-Philosophen verständlich sein. Ziel des Seminars ist die Konzeption von Radiosendungen oder Podcasts in kleinen Arbeitsgruppen.
Im Seminar geht es zunächst um das Kennenlernen verschiedener Radioformate, zudem soll analytisches Hören geübt werden. Dabei werfen wir auch einen Blick darauf, wie Philosophie in der aktuellen Medienlandschaft vermittelt wird.
Im zweiten Teil des Semesters wird das notwendige Handwerkszeug zum Schreiben und zur Produktion von Beiträgen erarbeitet. Dazu gehören unter anderem das Erlernen technischer Grundfertigkeiten (Aufnahmetechnik/Schnitt), Grundlagen der Interviewführung und ›Schreiben für das Hören‹ unter Berücksichtigung des gewählten Formats. Danach geht es dann ›richtig‹ los: Schreiben, Interviewführung, Aufnahme von Geräuschen und natürlich Schnitt für das eigene Projekt… Ziel ist es, ein produktionsfähiges Sendemanuskript zu erstellen.
Die Abschlussproduktion der Sendungen findet in einem Block am Ende des Semesters statt; Termine dafür werden individuell abgesprochen.
Für das Seminar werden 5 SWS veranschlagt, denn es umfasst die beiden Veranstaltungen ›Philo FM‹ und ›Bild und Bedeutung‹. Teilnahme an und Mitarbeit in beiden Seminaren ist Voraussetzung für die Durchführung des Projekts.
Teilnahmevoraussetzung:
Philosophische Neugier, Interesse an Philosophie und an ihrer Vermittlung. Freude am analytischen Hören, Spaß an Interviewführung und an der Produktion eigener Texte.
Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den gegebenen Räumlichkeiten und wird deshalb auf 12 TeilnehmerInnen begrenzt. Anmeldung bitte per Mail.
Das Seminar ist mit einem recht großen Arbeitsaufwand verbunden, aber davon sollten Sie sich nicht abschrecken lassen…
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
| Engel | Musik und Philosophie: Die geistige Welt Gustav Mahlers im Spiegel seiner Symphonien (2) | Freitag 11:30 – 13:00 Uhr |
BI 80.1 Beginn: 16/04/10 |
Schopenhauer meinte, Musik drücke »das innerste Wesen der Welt« aus. Am Beispiel der Werke Gustav Mahlers soll es darum gehen, das kompositionsästhetische Gewicht dieser brillanten metaphysischen Vermutung herauszuarbeiten. Denn Metaphysik ist nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Musik und Kunst heuristisch von Bedeutung, und wir können musikalische Werke nicht angemessen verstehen, wenn wir nicht den weltanschaulichen, literarischen und philosophischen Ideenhintergrund ausleuchten, auf dem sie basieren.
Im zweiten der drei geplanten Seminare wird es um eine gründliche Analyse der Symphonien drei bis sechs gehen. Notenkenntnisse sind nützlich, aber nicht Teilnahmebedingung.
Das Seminar kann auch von solchen Studierenden besucht werden, die nicht am ersten Seminar teilgenommen haben.
Im zweiten der drei geplanten Seminare wird es um eine gründliche Analyse der Symphonien drei bis sechs gehen. Notenkenntnisse sind nützlich, aber nicht Teilnahmebedingung.
Das Seminar kann auch von solchen Studierenden besucht werden, die nicht am ersten Seminar teilgenommen haben.
- Adorno, Theodor W.: Mahler. Eine musikalische Physiognomik. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1960.
- Floros, Constantin: Gustav Mahler. Band I: Die geistige Welt Gustav Mahlers in systematischer Darstellung. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 1977. 2. Auflage 1987.
- Floros, Constantin: Gustav Mahler. Band II: Mahler und die Symphonik des 19. Jahrhunderts in neuer Deutung. Zur Grundlegung einer zeitgemäßen musikalischen Exegetik. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 1977.
- Floros, Constantin: Gustav Mahler. Band III: Die Symphonien. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 1985.
- Schreiber, Wolfgang: Mahler. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2003.
- Ulm, Renate (Hrsg.): Gustav Mahlers Symphonien. Entstehung – Deutung – Wirkung. Kassel und Basel: Bärenreiter 2001.
| Engel | Philosophiedidaktisches Seminar / Rahmenthema: Grundfragen der Moralphilosophie | Dienstag 13:15 – 14:45 Uhr |
BI 80.2 |
Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer – so meinte Schopenhauer. Im Seminar wollen wir anhand einschlägiger Einführungstexte das Handwerkszeug kennenlernen, mit dem man diese schwierige Aufgabe angehen kann.
Neben der Lektüre und Interpretation entsprechender Texte wird es auch um die didaktische Reflexion und die methodische Optimierung der Präsentationen gehen, in denen die Teilnehmer einander ihr Wissen zu vermitteln versuchen.
Zielgruppe: Lehramtsstudenten und alle, die an Präsentation und Vermittlung interessiert sind.
Neben der Lektüre und Interpretation entsprechender Texte wird es auch um die didaktische Reflexion und die methodische Optimierung der Präsentationen gehen, in denen die Teilnehmer einander ihr Wissen zu vermitteln versuchen.
Zielgruppe: Lehramtsstudenten und alle, die an Präsentation und Vermittlung interessiert sind.
- Birnbacher, Dieter: Analytische Einführung in die Ethik. Berlin, New York: de Gruyter 2003.
- Hoerster, Norbert: Was ist Moral? Eine philosophische Einführung. Stuttgart: Reclam 2008.
- Horster, Detlef: Was soll ich tun? Moral im 21. Jahrhundert. Leipzig: Reclam 2004. 2. Auflage 2005.
| Engel | Karl Poppers kritischer Rationalismus (3). Die offene Gesellschaft und ihre Feinde | Dienstag 18:30 – 20:00 Uhr |
BI 80.2 |
Karl Poppers Werk »Die offene Gesellschaft und ihre Feinde« ist nach dem Urteil Bertrand Russells »ein Werk von größter Bedeutung, das es verdient, wegen seiner meisterhaften Kritik der Feinde der Demokratie in weiten Kreisen gelesen zu werden.« In diesem Seminar geht es um den zweiten Band des Werkes, in dem Popper sich vor allem mit Karl Marx auseinandersetzt. Dabei werden wir auch der Frage nachgehen, wie die theoretische Leistung von Marx aus heutiger Sicht zu bewerten ist.
Die Veranstaltung kann ohne Weiteres auch von Studierenden belegt werden, die beide vorangegangenen Seminare nicht besucht haben.
Die Veranstaltung kann ohne Weiteres auch von Studierenden belegt werden, die beide vorangegangenen Seminare nicht besucht haben.
- Popper, Karl: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (1945). Band II: Hegel, Marx und die Folgen. Hrsg. von Hubert Kiesewetter. Tübingen: Mohr Siebeck 2003. 8. Auflage, oder eine andere Ausgabe. 515 S., als TB ab € 22,-.
- Fetscher, Iring: Marx. Freiburg: Herder 1999.
- Löwenstein, Julius I.: Marx contra Marxismus. Tübingen: Mohr, UTB 1976.
- Pies, Ingo / Leschke, Martin (Hrsg): Karl Marx' kommunistischer Individualismus. Tübingen: Mohr Siebeck 2005. [= Konzepte der Gesellschaftstheorie 11]
- Ryle, Gilbert: »The Open Society and Its Enemies« (Review). In: Mind 56 (1947), S. 167-172.
| Krenzke | Wittgenstein – Logisch-philosophische Abhandlung III | Montag 20:15 – 21:45 Uhr |
RR 58.1 |
Die Logisch-philosophische Abhandlung Wittgensteins, der sog. Tractatus, ist einer der faszinierendsten Texte der Philosophie der Moderne. Der primäre Gegenstand dieser auch formell recht eigenwilligen Abhandlung ist der Satz als Ort der Wahrheit. Aufgabe des Seminars ist es, die Gedanken-Bewegung von Satz 1 (Die Welt ist alles, was der Fall ist) bis zum berühmten Satz 7 (Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen) durchsichtig zu machen. Weshalb drängt der sich so intensiv mit dem Wesen des Satzes und der Sprache beschäftigende Wittgenstein zuletzt aufs Schweigen? Und: Was für eine Art von Schweigen ist dies?
Voraussetzungen: keine. Das Seminar kann auch von Teilnehmern besucht werden, die nicht an »I« oder »II« teilgenommen haben.
Voraussetzungen: keine. Das Seminar kann auch von Teilnehmern besucht werden, die nicht an »I« oder »II« teilgenommen haben.
- Textgrundlage: Ludwig Wittgenstein: Logisch-philosophische Abhandlung (als TB-Ausgabe bei Suhrkamp).
| Lein | Zahl, Währung und Geld – unternehmensethisch betrachtet | Termine nach Absprache | n.n. |
Wertorientierte Unternehmenssteuerung, Controlling nach Kennziffern et al. – Geld ist die zentrale Steuerungsgröße in Mikro- und Makroökonomie. Unternehmen oder Staaten – sie alle hängen von Zahlen, Währungen und vom Geld im allgemeinen ab.
Das Seminar wird sich mit einer unternehmensethischen Annäherung an die Themen befassen. Dabei wird es um folgende Fragen gehen: Zahl, Währung, Geld – was ist das?
Welche Rolle spielen Geldgrößen in der Unternehmens- und Prozesssteuerung und in der Unternehmens- bzw. Währungsbewertung? Philosophie des Geldes – was ist das? Ökonomisches Handeln in Gesellschaft und Unternehmen – wozu und zu welchem Ende?
Das Seminar wendet sich in der Zielgruppe an (Wirtschafts-) Ingenieure, aber auch Studierende der Geistes- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die Herangehensweise ist mikroökonomisch, makroökonomisch und philosophisch. Dabei wird die Neuere Institutionenökonomik und die Unternehmensethik im Rahmen der Ordnungsethik die zentrale Rolle spielen.
Anmeldung unter klaus-martin.lein (@) uni-wh.de
Das Seminar wird sich mit einer unternehmensethischen Annäherung an die Themen befassen. Dabei wird es um folgende Fragen gehen: Zahl, Währung, Geld – was ist das?
Welche Rolle spielen Geldgrößen in der Unternehmens- und Prozesssteuerung und in der Unternehmens- bzw. Währungsbewertung? Philosophie des Geldes – was ist das? Ökonomisches Handeln in Gesellschaft und Unternehmen – wozu und zu welchem Ende?
Das Seminar wendet sich in der Zielgruppe an (Wirtschafts-) Ingenieure, aber auch Studierende der Geistes- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die Herangehensweise ist mikroökonomisch, makroökonomisch und philosophisch. Dabei wird die Neuere Institutionenökonomik und die Unternehmensethik im Rahmen der Ordnungsethik die zentrale Rolle spielen.
Anmeldung unter klaus-martin.lein (@) uni-wh.de
- Simmel, Georg: Philosophie des Geldes
- Europäische Zentralbank: Die Geldpolitik der EZB
- Welge / AL-Laham: Strategisches Management
- Henning, Randall: Currencies and Politics in the United States, Germany and Japan
- Eatwell / Milgate / Newman: Money
| Loock | Roland Barthes und die Photographie | Freitag 16:00 – 19:15 Uhr 14-täglich |
RR 58.1 |
Von ihrer Erfindung im frühen 19. Jahrhundert bis zur digitalen Bildbearbeitung – die Photographie hat unser Verständnis von Wirklichkeit und Reproduktivität entscheidend beeinflusst, was nicht zuletzt an der Etablierung der »modernen« Kunst ablesbar ist. Zu den wichtigsten Büchern über Photographie zählt Roland Barthes' »Die helle Kammer« aus dem Jahr 1980, seine letzte Veröffentlichung, die im Mittelpunkt des Seminars stehen soll. Thematisch geht es in der Auseinandersetzung mit diesem Text vor allem um das Verhältnis von Subjektivität, Zeit, kulturell produziertem Sinn/Bedeutung sowie deren Erschütterung durch das, was Barthes das 'punctum' nennt.
Zugleich dient das Seminar als Einführung in das Schreiben philosophischer Texte.
Zugleich dient das Seminar als Einführung in das Schreiben philosophischer Texte.
- Roland Barthes: Die helle Kammer (suhrkamp taschenbuch 1642) [Textgrundlage]
- Walter Benjamin: Kleine Geschichte der Photographie. In: Gesammelte Schriften II.1, S. 368-385
- Susan Sonntag: Über Photographie.
- Peter Geimer: Theorien der Fotografie
| Lütge | Einführung in die Geschichtsphilosophie | Montag 15:00 – 16:30 Uhr |
BI 80.2 |
Geschichte und Geschichtswissenschaft sind zu allen Zeiten auch Gegenstand der Philosophie gewesen. Das Nachdenken über Methoden der Geschichtswissenschaft, aber auch über mögliche Gesetzmäßigkeiten in der Geschichte ist jedoch grundsätzlicher Kritik ausgesetzt. In diesem Seminar werden historische und neuere Ansätze der Geschichtsphilosophie vorgestellt und diskutiert.
- Johannes Rohbeck: Geschichtsphilosophie zur Einführung, Hamburg 2004
- Richard Schaeffler: Einführung in die Geschichtsphilosophie, 4. Aufl., Darmstadt 1991.
| Lütge | Kants Kritik der Urteilskraft | Freitag 16:45 – 18:15 Uhr |
BI 80.1 |
Das Seminar behandelt Kants Kritik der Urteilskraft. Neben der gründlichen Lektüre wird es vor allem um die Argumentationslogik sowie um die Wirkungsgeschichte Kants gehen.
- Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft, hrsg. W. Weischedel, Frankfurt/M.: Suhrkamp, div. Auflagen.
| Pérez-Paoli | Philosophie und Liebe (Phaidros) | Montag 18:30 – 20:00 Uhr |
RR 58.1 |
So etwas wie »Liebe« steht schon In der Geburtsurkunde der Philo-Sophie (Streben nach oder Liebe zum – Wissen) geschrieben. Kein Wunder, dass der Gedanke der Griechen immer wieder auf dieses Thema zurückkehrt. Der platonische Dialog Phaidros beginnt mit einer Rede gegen die Liebe, welche für Sokrates Anlass zu einer ausführlichen Diskussion über die Liebe und die Suche nach der Wahrheit mit den Elementen der Sprache wird. Das Seminar versucht, die Grundgedanken dieses »klassischen« Werkes der Philosophie an Hand der deutschen Übersetzung herauszuarbeiten.
| Rusch | Das wissenschaftliche Bild vom Menschen | Donnerstag 16:45 – 18:15 Uhr |
BI 85.1 |
Die Hirnforschung sagt uns, wer wir sind, Darwin, woher wir kommen. Genanalysen und Statistik sagen uns, wann wir sterben und woran. Leben ist blanke chemische Selbsterhaltung, Liebe wurde auf Hormone reduziert, Altruismus als wohlverstandenes Eigeninteresse wegerklärt.
Diese und tausende ähnlicher Thesen zeigen, dass die Erforschung der menschlichen Natur eine Geschichte voller Missverständnisse ist. In diesem Seminar wollen wir uns einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand in mehreren Bereichen der naturalistischen Anthropologie verschaffen und anhand von Fallbeispielen untersuchen, was naturwissenschaftliche Forschung zu einem Menschenbild beitragen kann und was nicht.
Im Verlauf des Seminars ergibt sich eine Einführung in zentrale Konzepte der Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, der evolutionären Ethik und Ästhetik und des philosophischen Naturalismus ganz von selbst.
Diese und tausende ähnlicher Thesen zeigen, dass die Erforschung der menschlichen Natur eine Geschichte voller Missverständnisse ist. In diesem Seminar wollen wir uns einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand in mehreren Bereichen der naturalistischen Anthropologie verschaffen und anhand von Fallbeispielen untersuchen, was naturwissenschaftliche Forschung zu einem Menschenbild beitragen kann und was nicht.
Im Verlauf des Seminars ergibt sich eine Einführung in zentrale Konzepte der Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, der evolutionären Ethik und Ästhetik und des philosophischen Naturalismus ganz von selbst.
| Scheier | Das Bewusstseinsfeld (Sartre: Die Transzendenz des Ego) II | Mittwoch 20:15 – 21:45 Uhr |
RR 58.1 |
Sartres frühe Kritik am Ego als Konstitutionszentrum des intentionalen Bewußtseins begründet den transzendentalen Existenzialismus und entdeckt das Bewußtsein als Feld. Inwiefern sind dessen Parameter Kreation, Emanation und Magie als Matrix des strukturellen Sprachfelds zu denken?
- Eine deutsche Übersetzung liegt vor in: Jean-Paul Sartre: Gesammelte Werke, Philosophische Schriften I. Die Transzendenz des Ego. Philosophische Essays 1931-1939, Reinbek bei Hamburg 1994, S. 39
| Sukopp | Praxisseminar: Berufsfelder für Philosophen | Donnerstag 9:45 – 11:15 Uhr |
BI 80.1 |
Was machen Philosophen? Sie gehen jedenfalls nach Abschluss (oder Abbruch) des Studiums verschiedensten Tätigkeiten nach, die oft nur indirekt mit den Studieninhalten verknüpft sind. Die Chancen am Arbeitsmarkt sind nicht vielversprechend, doch trotz – oder gerade wegen dieser Einschätzung – lohnt ein rechtzeitiger Blick auf die verschiedenen Tätigkeitsfelder. Wir werden mit Vertretern und Vertreterinnen verschiedenen Berufsgruppen in Kontakt treten, die allesamt ein Philosophiestudium absolviert haben, darunter Unternehmensberater, Inhaber einer philosophischen Praxis, Journalisten, Lektoren, PR-Fachleute und Berufsphilosophen. Unsere Fragen werden u.a. sein, ob und wenn ja, wie das Studium der Philosophie überhaupt berufsvorbereitend sein kann und welche Faktoren den Eintritt ins Berufsleben erleichtern.
Anfänger und Anfängerinnen sind herzlich willkommen. Lektürebereitschaft, Aufgeschlossenheit und die Übernahme kleinerer Aufgaben wird vorausgesetzt.
Außerdem werden wir am Do., 8.4. von 20.00-22.00 Uhr und am Fr., 9.4. von 15.00-17.00 Uhr die Vortragsreihe »Philosophie als Beruf« in Hannover besuchen.
Anfänger und Anfängerinnen sind herzlich willkommen. Lektürebereitschaft, Aufgeschlossenheit und die Übernahme kleinerer Aufgaben wird vorausgesetzt.
Außerdem werden wir am Do., 8.4. von 20.00-22.00 Uhr und am Fr., 9.4. von 15.00-17.00 Uhr die Vortragsreihe »Philosophie als Beruf« in Hannover besuchen.
- Klausener, Helge (2004): Berufe für Philosophen. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
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Infos zum Besuch in Hannover |
| Sukopp | Philosophie: Eine Einführung | Donnerstag 11:30 – 13:00 Uhr |
BI 80.2 |
In dieser systematisch-historischen Einführung werden wir einige Klassiker der Philosophie und ihre Probleme kennen lernen. Klassiker sind Philosophen, die zu mindestens einem wichtigen Problem (Freiheitskonzepte, Gerechtigkeit, Realität, Erkennbarkeit der Welt, Gott etc.) einen bleibenden Beitrag geleistet haben. Anhand ausgewählter Texte, z.B. von Heraklit, Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Descartes, Kant, Schopenhauer, Nietzsche oder Wittgenstein greifen wir exemplarisch eine wichtige Frage (und die zugehörige Antwort) heraus und ordnen jeden Philosophen in den großen philosophiegeschichtlichen Zusammenhang ein. Außerdem sollen grundlegende Begriffe geklärt und ihre Verwendung geübt werden. Das Seminar wird außerdem einen Einblick in die verschiedenen Disziplinen der Philosophie geben.
Das Seminar wendet sich ausdrücklich an Anfänger und solche, die es ernsthaft werden wollen. Lektürebereitschaft und Lust am Denken werden vorausgesetzt. Referatthemen ab sofort bei Thomas Sukopp.
Das Seminar wendet sich ausdrücklich an Anfänger und solche, die es ernsthaft werden wollen. Lektürebereitschaft und Lust am Denken werden vorausgesetzt. Referatthemen ab sofort bei Thomas Sukopp.
- Nagel, Thomas (1990): Was bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie. Stuttgart: Reclam.
- Warburton, Nigel (2000): Philosophie: Die Klassiker. Von Platon bis Wittgenstein. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
- Weischedel, Wilhelm (Neuaufl. 2002): Philosophische Hintertreppe. Vierunddreißig große Philosophen in Alltag und Denken.
| Thomas | Semiotik: Claude Lévi Strauss – Strukturale Anthropologie | Montag 13:15 – 14:45 Uhr |
RR 58.1 |
(1) Begriffsanalyse. Wir fragen: »Wie arbeitet der menschliche Geist?«; »Worin besteht die strukturalistische Tätigkeit?«; »Was bedeutet Strukturalismus?« Eine Antwort in: Die Analyse von symbolischen Ordnungen, in die alle menschliche Existenz elementar eingefügt ist und von denen diese Existenz (unbewußt) bestimmt ist. Man spricht von Kodifizierungen. Lévi-Strauss untersucht die Kodierungen, etwa bei Heiratsregeln, Wirtschaftsformen und mystischen Sinnbildungen schriftloser Gesellschaften. Diese Kodierungen gehen über eine Sprach-Philosophie hinaus: Personen selbst können Zeichen werden. Ergebnis dieser Forschungen sind strukturale Modelle. Hierbei wird differenziert zwischen sozialen Strukturen und sozialen Beziehungen: »Diese Beziehungen sind das Rohmaterial, das für die Konstruktion der Modelle verwendet wird, um die soziale Struktur zu manifestieren.«
(2) Modelle. Die Eigenschaften der Modelle sind unabhängig von den Elementen, aus denen diese Modelle sich zusammensetzen. Den gelebten stehen die gedachten, nicht experimentell kontrollierbaren Ordnungen gegenüber. Solche gedachten Ordnungen liegen auf dem Gebiet des Mythos und der Religion, vielleicht auch der modernen politischen Ideologie. Aufgrund der strukturalen Modellbildungen können so verschiedene Phänomene wie die Verwandtschaftsbeziehungen, die Politik, die Mythologie, die Kunst, die Ökonomie, ja selbst die Küche untersucht werden.
(2) Modelle. Die Eigenschaften der Modelle sind unabhängig von den Elementen, aus denen diese Modelle sich zusammensetzen. Den gelebten stehen die gedachten, nicht experimentell kontrollierbaren Ordnungen gegenüber. Solche gedachten Ordnungen liegen auf dem Gebiet des Mythos und der Religion, vielleicht auch der modernen politischen Ideologie. Aufgrund der strukturalen Modellbildungen können so verschiedene Phänomene wie die Verwandtschaftsbeziehungen, die Politik, die Mythologie, die Kunst, die Ökonomie, ja selbst die Küche untersucht werden.
- C. Lévi-Strauss: 1. Strukturale Anthropologie (I/II). 2. Mythos und Bedeutung. 3. Das wilde Denken. In: Suhrkamp-Verlag.
| Welding | Aspekte der philosophischen Anthropologie | Donnerstag 9:45 – 11:15 Uhr |
BI 80.2 |
Die Frage, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht oder was das Wesen des Menschen ist, hat Philosophen früh beschäftigt und bezieht sich auf das vielleicht zentralste Problem der Philosophie.
Uns sind gewöhnliche Fragen vertraut wie »Wer oder was bin ich?« oder »was ist die Identität meines Ichs im Unterschied zu der Frage nach meinem Selbst?«
Zunächst werden einige grundlegende Aspekte der philosophischen Anthropologie vorgestellt, um dann die Ausarbeitung solcher Aspekte durch die Lektüre und Interpretation wichtiger Kapitel der Abhandlung von Ernst Cassirer »Versuch über den Menschen« vorzunehmen.
Uns sind gewöhnliche Fragen vertraut wie »Wer oder was bin ich?« oder »was ist die Identität meines Ichs im Unterschied zu der Frage nach meinem Selbst?«
Zunächst werden einige grundlegende Aspekte der philosophischen Anthropologie vorgestellt, um dann die Ausarbeitung solcher Aspekte durch die Lektüre und Interpretation wichtiger Kapitel der Abhandlung von Ernst Cassirer »Versuch über den Menschen« vorzunehmen.
- C. Thies, Einführung in die Philosophische Antropologie, 2., überarb. Aufl. Darmstadt 2009.
- E. Cassirer, Versuch über den Menschen: Einführung in eine Philosophie der Kultur. Aus dem Engl. übers. von Reinhard Kaiser, Hamburg 1996.
| Welding / Leseberg | Sprache, Logik, Welt | Freitag 9:45 - 11:15 Uhr |
BI 80.2 |
Es wird zunächst darauf ankommen, strukturelle Elemente der natürlichen Sprache aufzuspüren und in ihrer logischen Relevanz einzuordnen. So sind z. B. die Fragen grundlegend: Was ist eine Aussage? Was sind deskriptive Aussagen und wie lassen sie sich von präskriptiven oder normativen Aussagen unterscheiden? Können nur deskriptive Aussagen wahr oder falsch sein? Nach der Klärung solcher grundsätzlichen Fragen werden exemplarisch einige Elemente der Logik genauer in den Blick genommen und anhand entsprechender Texte erörtert, um logische Strukturen in der Sprache folgerichtiger Argumente einsichtig zu machen.
- A. Beckermann, Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes, Berlin/New York 1999.
- G. Frege, Der Gedanke. Eine logische Untersuchung, in: ders., Logische Untersuchungen, hrsg. und eingeleitet von G. Patzig, 5. Aufl. Göttingen 1993, 30-53.
- P. Lanz, Das phänomenale Bewusstsein: eine Verteidigung, Frankfurt/Main 1996.
- B. Russell, Probleme der Philosophie, Frankfurt/Main 1984.
- S.O. Welding, Die Unerkennbarkeit des Geistes, Stuttgart 2002.
| Winter | Foucault, Technologien des Selbst | 25./26. Juni und 9./10. Juli jeweils 11:30 bis 18:15 Uhr | BI 85.9 |
Im Abschluss der industriellen Moderne verwandelt Sartre die Phänomenologie in einen Existenzialismus, der auf die »Selbstverwirklichung« baut. In Absetzung gegen diese Tradition entwickelt Foucault das Konzept der »Selbsterfindung« in der medialen Moderne. Das Seminar hat das Ziel, dieses Konzept in seinen Möglichkeiten zu erschließen und in seinen inneren Problemen kritisch zu befragen.
Anmeldung und Information bei Herrn PD Dr. S. Winter.
Anmeldung und Information bei Herrn PD Dr. S. Winter.
- Foucault, Michel – Ästhetik der Existenz, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2007
- Foucault, Michel – Hermeneutik des Subjekts, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2009
- Schmid, Wilhelm (Hrsg.) – Denken und Existenz bei Michel Foucault, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1991
- Philipp Sarasin – Michel Foucault zur Einführung, Hamburg: Junius 2005
Weitere Veranstaltungen
| Rusch / et al. | ISK: Interdisziplinäres Studentisches Kolloquium | Mittwoch 16:45 – 18:15 Uhr |
PK 11.137 Beginn: 14/04/10 |
Das ISK bietet Studierenden aller Fächer den Raum, vor und mit einem Publikum aus verschiedenen Fakultäten, Probleme zu behandeln und Fragen aufzuwerfen, die ihnen auf den Nägeln brennen. Es soll die Verbindung der verschiedenen an der TU vertretenen Disziplinen stärken und erweitern. Zudem soll das ISK ein Diskussionsforum bieten, das die blinden Flecken der Einzeldisziplinen durch seine bunte Zusammensetzung kompensiert.
Das ISK ist ganz ausdrücklich auch eine Möglichkeit, in freundlicher Atmosphäre das Vortragen wissenschaftlicher Themen ohne »professoralen Druck« zu üben und Vorhaben wie Bachelor- oder Master-, Examens oder Magisterarbeiten oder Dissertationsprojekte zu besprechen.
Das ISK ist ein gemeinschaftliches Projekt von KommilitonInnen der Fächer Philosophie, Physik & Physikdidaktik, Germanistik, Mathematik, Anglistik und Bioverfahrenstechnik. Es wendet sich an KommilitonInnen aller Fakultäten und Fächer, die am interdisziplinären Dialog interessiert sind.
Programm und weitere Informationen: www.philosophie.tu-bs.de/isk
Das ISK ist ganz ausdrücklich auch eine Möglichkeit, in freundlicher Atmosphäre das Vortragen wissenschaftlicher Themen ohne »professoralen Druck« zu üben und Vorhaben wie Bachelor- oder Master-, Examens oder Magisterarbeiten oder Dissertationsprojekte zu besprechen.
Das ISK ist ein gemeinschaftliches Projekt von KommilitonInnen der Fächer Philosophie, Physik & Physikdidaktik, Germanistik, Mathematik, Anglistik und Bioverfahrenstechnik. Es wendet sich an KommilitonInnen aller Fakultäten und Fächer, die am interdisziplinären Dialog interessiert sind.
Programm und weitere Informationen: www.philosophie.tu-bs.de/isk
| Deutsch, Hinz et al. | Ästhetik-Kolloquium | Donnerstag 20:15 – 21:45 Uhr 14-täglich |
Großer Musiksaal (RR 58.4) |
Informationen unter: http://www.tu-braunschweig.de/ifdn/physik/aesthetik
| Heuser et al. | Naturwissenschaftlich-Philosophisches-Kolloquium Kultur und Raumfahrt |
Donnerstag 19:00 – 21:00 Uhr 14-täglich |
Haus der Wissen- schaft |
In Kooperation des Seminars für Philosophie, des Instituts für Geophysik und extraterrestrische Physik, des Englischen Seminars, des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Hochschule für Bildende Künste, des Braunschweigischen Landesmuseums, der Deutschen Sammlung von Mikrorganismen und Zellkulturen, des Vereins zur Förderung der Raumfahrt und der Sternfreunde Hondelage werden die vielfältigen historischen und systematischen Wechselbeziehungen von Kultur und Raumfahrt in Form von Vorträgen mit anschließender Diskussion untersucht. Unter anderem werden Prof. H. Goenner vom Institut für theoretische Physik Göttingen zu »Einsteins Wirkungen auf die Kunst« und Prof. F. J. Wetz vom Philosophischen Institut der Hochschule Schwäbisch Gmünd zur »Philosophie der Raumfahrt bei Hans Blumenberg« sprechen.
Termine und weitere Informationen unter www.kultur-raumfahrt.de
Termine und weitere Informationen unter www.kultur-raumfahrt.de
| Pérez-Paoli | Griechisch III | Dienstag 17:00 – 18:30 Uhr und Freitag 11:30 – 13:00 Uhr | Infos beim Sprachen- zentrum |
Für Studenten der Philosophie und Altgeschichte sind Grundkenntnisse der altgriechischen Sprache notwendig oder zumindest sehr förderlich für das Studium und das Sichvertrautmachen mit der griechischen Kultur und Philosophie. Die TU bietet die Möglichkeit, sich in vier Semestern auf das Graecum gründlich vorzubereiten. Voraussetzung ist eine kontinuierliche Arbeit während dieser vier Semester. WS 2009/2010 läuft Griechisch II. Als Arbeits- und Lesebuch wird für die ersten zwei Kurse das Buch Kantharos (Klett- Verlag, ISBN 3-12-670100-0) zu Grunde gelegt. Unentbehrlich ist ebenso die Griechische Grammatik von Bornemannn-Risch (Diesterweg- Verlag, ISBN 6850). Vorausgesetzt wird die Arbeit des ersten Kurses (bis Lektion 16 des Buchs Kantharos) oder die Bereitschaft, die entsprechenden Kenntnisse schnell zu erwerben.
| Lütge | Doktorandenkolloquium | nach Absprache |
| Scheier | Doktorandenkolloquium | nach Absprache |



